Die Fußball-Abteilung

Die Fußball-Abteilung der WSF besteht momentan aus drei Teams:

1) Die AH trainiert jeden Mittwoch von 19.30 bis 21 Uhr auf dem Platz vor dem Clubhaus.

2) Daneben gibt es die Montagskicker, die montagabends ihrem Hobby nachgehen.

3) Sonntagmorgens treffen sich zumeist italienischstämmige Spieler unter dem Namen Calcio Wernau zum Kicken.

Die Alten Herren (AH) leitet Gernot Clausen, Telefon 0157/78257833, AH-Spielleiter ist Jürgen Steinbronn, Telefon 0157/78915267. Bei ihnen gibt es auch Infos zu den anderen Teams.

Die A-Jugend in den 50er Jahren mit Vereins-Chef Adolf Krauss (li.)

Geschichte der Fußball-Abteilung

Die Fußball-Abteilung ist das Herzstück der Wernauer Sportfreunde – man könnte auch sagen, sie war es. Vorläufer ist der Fußball-Club Pfauhausen, der 1919 in der damals selbständigen Gemeinde gegründet wurde.

Die ersten Erfolge stellten sich rasch ein, u.a. die Meisterschaft in der A-Klasse im Jahr 1928. Gespielt wurde zunächst auf den Wasenwiesen beim Baggersee.

Nach dem Krieg setzten sich die Fußballer aus Pfauhausen und Steinbach (TSV Wernau) an einen Tisch und fusionierten zur Sportvereinigung Wernau. Die Verbindung hielt gerade mal ein Jahr, ehe die Steinbacher Kicker wieder austraten und auf eigene Regie weitermachten.

Die Sportvereinigung steckte die Trennung ohne große Probleme weg. Im Gegenteil: In den 50er Jahren stieg die Sportvereinigung Wernau zu einem weithin geachten und erfolgreichen Fußballclub auf. 1952 wurde man erneut Meister der A-Klasse und stieg in die Bezirksliga auf. Die A-Jugend holte im selben Jahr vier Titel auf einmal: Gruppen-, Kreis-, Bezirks- und Pokalsieger!

Die WSF-Fußballer in den 70er Jahren

1956 gelang der Aufstieg in die 2. Amateurliga, damals die vierthöchste Spielklasse in Deutschland.

1966 weihten die WSF-Fußballer das Wernauer Stadion mit einem Spiel gegen den Hamburger SV ein. 6000 Zuschauer jubelten Stars wie Uwe Seeler und Charly Dörfel zu. Im selben Jahr stiegen die Wernauer erneut in die 2. Amateurliga auf. Zu den Leistungsträgern zählten der spätere Abteilungsleiter Armin Kraft, Klaus Müller, Paul Blattner und Richard Köder.

1970 fusionierte die Sportvereinigung mit dem zweiten Pfauhausener Sportverein, dem TV 1898 (Turnen und Handball), zu den Wernauer Sportfreunden.

1977 stiegen die Fußballer zum dritten und letzten Mal in die 2. Amateurliga auf. Meistertrainer war Norbert Wels. Ab der Saison 1978/79 änderte der Württembergische Fußballverband sein Ligensystem, die WSF-Kicker wurden in die Landesliga (damals 5. Liga) eingestuft. Mit viel Pech stieg man als Fünftletzter in die Bezirksliga ab. Wenn Wernau verlor, dann zumeist mit einem einzigen Tor Unterschied.

Die Meistermannschaft 1965 stieg in die 2. Amateurliga auf

In den 80er Jahren spielten die WSF in der Bezirksliga oben mit, zum Aufstieg reichte es aber nicht mehr. Siege wie das 4:3 gegen den späteren Regionalligisten VfL Kirchheim (nach 0:3-Pausenrückstand) sind aber legendär.

Trotzdem ging es 1985 in die Kreisliga A runter.

Den bis dahin größten Tiefschlag mussten die WSF im Jahr 1989 mit dem Abstieg in die unterste Spielklasse (Kreisliga B) hinnehmen. Anschließend übernahm Armin Kraft die Führung und baute die Abteilung neu auf. 1995 kehrten die Sportfreunde in die Kreisliga A zurück, 2001 gelang sogar der Aufstieg in die Bezirksliga.

Nach einer verkorksten Saison mit Unstimmigkeiten zwischen Team und Trainer Anton Dack ging es 2003 wieder runter in die Kreisliga A. Allerdings gelang 2004 prompt der Wiederaufstieg in die Bezirksliga.

In den 90er- und 2000er-Jahren veranstaltete die Fußball-Abteilung auch regelmäßig große Jugendturniere. Viele Mannschaften reisten aus anderen Bundesländern an.

2001 stiegen die WSF-Kicker unter Abteilungsleiter Armin Kraft (re.) in die Bezirksliga auf

Armin Kraft wollte nach 14 Jahren als Abteilungsleiter (1991-2005) kürzertreten, gab das Amt an Stefan Krüll (2006-2010) ab. Auf die Entwicklung der Fußball-Abteilung wirkte sich das nicht positiv aus. 2008 stiegen die Sportfreunde zum dritten Mal in die Kreisliga A ab, zwei Jahre später (2010) war man wieder in der Kreisliga B angekommen. Stefan Krüll übergab das Amt des Abteilungsleiters an Peter Rüttinger (2010-2015).

Nun machte sich der Mangel an Jugendfußballern immer stärker bemerkbar. Erst konnte man keine A-Jugend mehr aufbieten, dann gab es keine B-Jugend mehr. Ohne Jugend keine Zukunft – dieser Spruch bewahrheitete sich bei den WSF vollständig.

In den Jahren ab 2010 kickte die 1. Mannschaft relativ erfolglos in der Kreisliga B, aus der Jugend rückte kaum noch jemand nach. Schließlich wurden die letzten Jugendteams (u.a. Knirpse, F-Jugend) mit dem TSV Wernau zusammengelegt – im Glauben, es werde ohnehin zu einer Vereinsfusion kommen.

2004 gelang den WSF unter Trainer Klaus Bieber (3. von rechts) der Wiederaufstieg in die Bezirksliga

Eine Spielgemeinschaft mit „International Nürtingen“ zögerte das Ende nur hinaus. 2017 flackerte der WSF-Fußball mit einer eigenständigen Mannschaft, die weitgehend aus Zuwanderern bestand, noch einmal kurz auf.

Zwei Jahre später (2019) war Schluss und die Mannschaft wurde kurz vor der Winterpause vom Spielbetrieb zurückgezogen – exakt 100 Jahre, nachdem der Fußball in Wernau mit dem 1. FC Pfauhausen 1919 seinen Anfang genommen hatte. Von der einst ruhmreichen Fußball-Abteilung blieb nichts mehr übrig, zumindest nicht im aktiven Spielbetrieb. Im Ergebnis-Portal des Deutschen Fußball-Bunds (www.fussball.de) werden die Wernauer Sportfreunde in der Saison 2022/23 zwar noch gelistet, allerdings mit „0 Teams / 0 Junioren / 0 Senioren“.

Ein Lichtblick ist u.a. die AH, in der Fußballsport und Kameradschaft weiter gepflegt werden. Trainiert wird jeden Mittwoch von 19.30 bis 21 Uhr auf dem Platz vor dem Clubhaus – ohne Pause das ganze Jahr hindurch. Weniger als 15 bis 20 Spieler kommen selten. Wer Lust hat, kann gern dazustoßen.

Etat über 180.000 Euro verabschiedet

Etat über 180.000 Euro verabschiedet

Der Vereinsausschuss hat den Haushaltsplan der Wernauer Sportfreunde fürs Jahr 2022 einstimmig verabschiedet. Der Etat umfasst 180 000 Euro. Größter Einnahme-Posten ist die Tennishallen-Miete mit 45 000 Euro. Daneben sind Zuschüsse (38 000 Euro) und Pächter-Zahlungen (25 000 Euro) zu erwarten. Die Mitgliedsbeiträge belaufen sich auf zirka 15 000 Euro.

mehr lesen