Gutachten entlarvt Mogelpackung des TSV Wernau

04.07.2025 | Allgemein, Beachvolleyball, Clubhaus, Darts, Fitness + Spiel, Fußball, Kegeln, Tennis, Tischtennis

Die 1. Mannschaft nach dem Abschlussspiel gegen Reichenbach II

Mit einer Niederlage gegen den VfB Reichenbach II haben die Wernauer Sportfreunde die Fußball-Saison in der Kreisliga B, Staffel 2, abgeschlossen. Allerdings gewann der WSF auch einen Preis.

Der WSF schoss gegen Reichenbach drei Tore. Beim ersten wurstelte Enes Sabotic den Ball aus spitzem Winkel ins Netz. Die Vorlage hatte Pino Caliendo geliefert. Danach machte WSF-Torjäger Oli Plescher mit seinem zwölften Saisontreffer das Dutzend voll. Nach einem weiten Abstoß von Pino verlängerte der gegnerische Innenverteidiger den Ball unfreiwillig mit dem Kopf. Oli nahm die Vorlage dankend an und  hämmerte den Ball aus elf Metern per Direktabnahme ins lange Eck.

Beim dritten Tor kam wieder Enes Sabotic zum Zug. Andrii Tabatadze blockte am gegnerischen Strafraum einen Ball, worauf Oli Plescher die Kugel über die Abwehr hinweg zu Enes schlenzte. Im zweiten Versuch schaffte es Enes, den Ball im Tor unterzubringen.

Übrigens haben die Sportfreunde in ihrer Liga den Fairness-Pokal gewonnen. Die ganze Saison gab es gegen den WSF keinen einzigen Feldverweis. Staffelleiter Armin Sigler will den Wernauern noch eine kleine Anerkennung überreichen.

Die Wernauer Sportfreunde haben aus eigener Kraft Immobilien-Vermögen geschaffen. Der TSV Wernau bedient sich lieber beim Steuerzahler

Die Wernauer Sportfreunde bedauern, dass der Gemeinderat 30.000 Euro Steuergeld für eine Machbarkeitsstudie zur gewünschten TSV-Sporthalle ausgeben will. Dass der sogennante „TSV-Sondervorschlag Sportstätten-Konzeption“ eine Mogelpackung ist, hat bereits die Gutachterin der Beratungsfirma Sportconcept eindrucksvoll gezeigt. Hier ihre wichtigsten Ergebnisse:

  1. Statt 2,6 Millionen werde die Halle rund 5 Millionen Euro kosten.
  2. Die jährlichen Betriebskosten seien mit 25.000 Euro viel zu knapp bemessen.
  3. Die Kosten für den Innenausbau habe der TSV Wernau „deutlich zu niedrig“ angegeben. Allein neun (!) Positionen seien nicht aufgeführt worden, darunter Innenwände, Boden- und Wandbeläge sowie sanitäre Einrichtungen.
  4. Der Energiestandard der geplanten „Industriehalle“ sei schlecht (kaum Fenster, schlechte Dämmung). Wolle man dort Sport treiben, müsse im Prinzip Tag und Nacht das Licht brennen. Entsprechend hoch seien die Stromkosten.
  5. Fazit der Gutachterin: „Der vorliegende Kostenrahmen ist unvollständig und wird nicht mit den angenommenen Kosten von 2,17 Mio. Euro netto umzusetzen sein.“

Vor diesem Hintergrund ist es für den WSF völlig unverständlich, warum ein untaugliches Hallenkonzept mit weiteren 30.000 Euro Steuergeld belohnt werden soll (auch das Gutachten von Sportconept war nicht kostenlos). Letztlich ist es in einer Stadt der Größe Wernaus ohnehin undenkbar, einem einzigen Sportverein fünf Millionen Euro Steuergeld zu schenken.

Um das zu erkennen, braucht es keine Machbarkeitsstudie.