Armin Kraft war auf den Fußballplätzen in der Region zu Hause
Die Wernauer Sportfreunde haben Abschied von Armin Kraft genommen. Das Ehrenmitglied ist am 28. Juli 2026 auf dem Friedhof in Pfauhausen zu Grabe getragen worden. Armin wurde 81 Jahre alt und starb nach 67 Jahren Mitgliedschaft im WSF.
Armin trat 1959 als Jugendlicher in den Verein ein und spielte Fußball in der 1. Mannschaft. Er erlebte die sportlich erfolgreichste Zeit des Vereins und stieg mit dem WSF 1966 in die 2. Amateurliga (vierthöchste Liga) auf.
Ab 1990 stellte Armin nahezu seine gesamte Freizeit in den Dienst der Wernauer Sportfreunde. Er übernahm als Abteilungsleiter die am Boden liegende Fußballabteilung und führte die 1. Mannschaft zurück in die Bezirksliga. Auf dem Weg dorthin spannte er sämtliche Familienmitglieder ein, die vom Trainer bis zum Küchenhelfer so ziemlich jeden Job übernahmen, den der WSF an Ehrenamtliche zu vergeben hat.
Auch als Schaffer für den Gesamtverein war Armin immer zur Stelle: unter anderem beim Clubhaus-Bau 1975, beim Erweiterungsbau 1990 sowie beim Bau von Tennishalle und Trainingsplatz Ende der 90er Jahre. Hinter den nackten Zahlen steht aber die ganz besondere Verbundenheit Armins zum WSF. Vergangenes Jahr bekannte er auf der Fußball-Abteilungsversammlung, was ohnehin jeder spürte: „Mein Herz hängt am WSF“, sagte er damals – verbunden mit der Hoffnung, dass es mit dem Verein und speziell der Fußballabteilung weiter aufwärtsgeht.
Im Übrigen konnte Armin auch mürrisch sein, vor allem, wenn es im Verein nicht so gut lief. Dann haute er am Stammtisch eine spitze Bemerkung raus – und der getroffene Kamerad sowie die übrigen Zuhörer mussten erst einmal tief schlucken. Doch dann hatte Armin das Talent, in die angespannte Stille hinein einen ironischen Satz hinterherzuschieben – und alle konnten wieder gemeinsam lachen.
Bis zum Schluss war Armin für seinen Verein da – am Stammtisch, beim Arbeitsdienst und bei den Spielen der 1. Mannschaft. Noch einem Jahr vor seinem Tod gründete er den WSF-Förderkreis und sammelte Spenden für seinen WSF. Im Juni übergab er die Leitung des Förderkreises in jüngere Hände, damit es auch hier weitergeht.
Lieber Armin, danke für deine Treue und dein unermüdliches Engagement in 67 Jahren WSF. Wir werden dich nie vergessen.
