WSF fordern nur Umbenennung des TSV

Die Wernauer Sportfreunde sind bereit, ihre Flagge im Stadion einzurollen – aber nicht um jeden Preis

Offenbar herrscht vielfach Unklarheit darüber, unter welchen Bedingungen die Wernauer Sportvereine fusionieren können. Dabei sind die Wernauer Sportfreunde zu weitreichenden Zugeständnissen bereit. Der ehrlichste Weg wäre eine Auflösung aller vier Vereine und eine gemeinsame Neugründung. Dies wäre allerdings mit einem hohen verwaltungstechnischen Aufwand verbunden. Die Wernauer Sportfreunde haben sich deshalb schon seit langem bereiterklärt, die Führungsrolle des mitgliederstärksten Vereins (TSV Wernau) zu akzeptieren. Darin inbegriffen ist das Zugeständnis, den eigenen, 125 Jahre alten Verein aufzulösen und sein beträchtliches Vereinsvermögen (u.a. Clubhaus, Tennishalle) in den TSV Wernau zu integrieren. Vom TSV Wernau wird – wie in der Mediation bekräftigt – lediglich eine Umbenennung verlangt. Dabei kommen Namen wie SV Wernau 1897 oder TSF Wernau 1897 in Betracht.

Die Sorge vieler TSV-Mitglieder, ihre Mannschaften müssten wieder in der untersten Liga beginnen, ist unbegründet. Da es sich nur um eine Umbenennung und keine Vereins-Neugründung handelt, ist das nicht der Fall. Beispielhaft dafür steht der Fußballverein TSV Wäldenbronn, der nach seiner Umbenennung in TSVW Esslingen wie gewohnt in der Oberliga weiterspielte.

Die Wernauer Sportfreunde sind bereit, ihren Weg allein weiterzugehen. Der Verein steht nach turbulenten Jahren finanziell wieder auf gesunden Füßen, für die Verbesserung des Sportangebots gibt es konkrete Pläne. Das ehrenamtliche Engagement hat sich nach Jahren der Stagnation stark verbessert. Die Vereinsanlage ist gut in Schuss, die Sportflächen müssen keinen Vergleich scheuen. Gleichwohl bleibt die Hand der Sportfreunde weiter ausgestreckt, um den Großsportverein zu verwirklichen. Um tatsächlich etwas Neues, etwas Gemeinsames zu schaffen, ist – wie bei jeder echten Vereinsfusion – ein neutraler Name jedoch unabdingbar.