Werner Prakesch holt 30-mal Gold

27.11.2022 | Allgemein, Clubhaus, Fitness + Spiel, Sportabzeichen

Die 1. Mannschaft nach dem Abschlussspiel gegen Reichenbach II

Mit einer Niederlage gegen den VfB Reichenbach II haben die Wernauer Sportfreunde die Fußball-Saison in der Kreisliga B, Staffel 2, abgeschlossen. Allerdings gewann der WSF auch einen Preis.

Der WSF schoss gegen Reichenbach drei Tore. Beim ersten wurstelte Enes Sabotic den Ball aus spitzem Winkel ins Netz. Die Vorlage hatte Pino Caliendo geliefert. Danach machte WSF-Torjäger Oli Plescher mit seinem zwölften Saisontreffer das Dutzend voll. Nach einem weiten Abstoß von Pino verlängerte der gegnerische Innenverteidiger den Ball unfreiwillig mit dem Kopf. Oli nahm die Vorlage dankend an und  hämmerte den Ball aus elf Metern per Direktabnahme ins lange Eck.

Beim dritten Tor kam wieder Enes Sabotic zum Zug. Andrii Tabatadze blockte am gegnerischen Strafraum einen Ball, worauf Oli Plescher die Kugel über die Abwehr hinweg zu Enes schlenzte. Im zweiten Versuch schaffte es Enes, den Ball im Tor unterzubringen.

Übrigens haben die Sportfreunde in ihrer Liga den Fairness-Pokal gewonnen. Die ganze Saison gab es gegen den WSF keinen einzigen Feldverweis. Staffelleiter Armin Sigler will den Wernauern noch eine kleine Anerkennung überreichen.

Werner Prakesch mit vier von 30 goldenen Sportabzeichen-Urkunden

Er ist der Rekordhalter unter den Wernauer Hobby-Leichtathleten. Werner Prakesch hat dieses Jahr zum 30. Mal das goldene Sportabzeichen errungen.

Ende der 70er Jahre zog Werner Prakesch nach Wernau und schloss sich der Leichtathletik-Abteilung der Wernauer Sportfreunde an. Seine Sportabzeichen-Premiere feierte Werner im Jahr 1983, damals noch unter Übungsleiter-Legende Paul Komorek. Später absolvierte der Technische Leiter des Kirchheimer Teckboten-Verlags seine Sportabzeichen unter Anleitung von Wolfgang Weber und Erich Landfried.

2014 ließ sich Werner selber zum Sportabzeichen-Prüfer ausbilden. Dieses Jahr leitete er die Übungsstunden zusammen mit Herbert Zolldann, Horst Dräger sowie Ronja und Marina Schneider.

Werner beim Schleuderball-Wurf

Zwischendurch blieb für den 79-Jährigen Zeit, seine eigene sportliche Leistungsfähigkeit zu beweisen. Im Bereich Ausdauer wählte Werner einen 7,5 Kilometer langen Walking-Kurs – schön gelegen vom Wernauer Stadion entlang des Neckars bis Köngen und wieder zurück. Dafür brauchte er 65 Minuten. Maximal 67:30 Minuten sind für die goldene Anstecknadel erlaubt. Im Abschnitt Kraft (2 Kilo schweren Medizinball werfen) übertraf Werner die Gold-Anforderung (8,50 Meter) um 55 Zentimeter.

Bei der Schnelligkeit wählte Prakesch das Schwimmen, die 25 Meter schaffte er in 30,1 Sekunden. Im vierten Bereich Koordination schleuderte Werner den 1 Kilo schweren Schleuderball 22 Meter weit.

Werners Fazit: „Es macht einfach Spaß, in der Gruppe zu trainieren und sich gegenseitig zu motivieren. Wer nicht geistig und körperlich einrosten will, sollte sich im Alter regelmäßig bewegen.“ Seine Prüfer-Lizenz ist bis 2026 gültig, so lange möchte Werner als Sportler und Übungsleiter weitermachen.