Mediation zur Vereinsfusion beendet

28.08.2022 | Allgemein, Clubhaus, Darts, Fitness + Spiel, Fußball, Kegeln, Sportabzeichen, Tennis, Tischtennis

Die 1. Mannschaft nach dem Abschlussspiel gegen Reichenbach II

Mit einer Niederlage gegen den VfB Reichenbach II haben die Wernauer Sportfreunde die Fußball-Saison in der Kreisliga B, Staffel 2, abgeschlossen. Allerdings gewann der WSF auch einen Preis.

Der WSF schoss gegen Reichenbach drei Tore. Beim ersten wurstelte Enes Sabotic den Ball aus spitzem Winkel ins Netz. Die Vorlage hatte Pino Caliendo geliefert. Danach machte WSF-Torjäger Oli Plescher mit seinem zwölften Saisontreffer das Dutzend voll. Nach einem weiten Abstoß von Pino verlängerte der gegnerische Innenverteidiger den Ball unfreiwillig mit dem Kopf. Oli nahm die Vorlage dankend an und  hämmerte den Ball aus elf Metern per Direktabnahme ins lange Eck.

Beim dritten Tor kam wieder Enes Sabotic zum Zug. Andrii Tabatadze blockte am gegnerischen Strafraum einen Ball, worauf Oli Plescher die Kugel über die Abwehr hinweg zu Enes schlenzte. Im zweiten Versuch schaffte es Enes, den Ball im Tor unterzubringen.

Übrigens haben die Sportfreunde in ihrer Liga den Fairness-Pokal gewonnen. Die ganze Saison gab es gegen den WSF keinen einzigen Feldverweis. Staffelleiter Armin Sigler will den Wernauern noch eine kleine Anerkennung überreichen.

Auf Anregung der Stadt Wernau und entsprechend dem Wunsch der vier Vereine begann im Mai die Mediation zur Vereinsfusion. Unter Leitung von Dr. Eva-Maria Bauer aus Ludwigsburg trafen sich jeweils zwei Vorstandsmitglieder der beiden Mehrspartenvereine TSV und WSF. Ziel dieser Gespräche war, für die geplante Fusion die erforderlichen Dreiviertel-Mehrheiten in den jeweiligen Mitgliederversammlungen vorzubereiten bzw. die Grundlage dafür zu schaffen.

Mit Bedauern nehmen die WSF zur Kenntnis, dass die Vereinsspitze des TSV Wernau die Mediation abgebrochen hat.

Die TSV-Führung erklärte, dass sie am Entwurf des Verschmelzungsvertrags aus dem Jahr 2020 festhalte. In ihm ist vorgesehen, dass sich die drei Vereine TC Wernau, HC Wernau und Wernauer Sportfreunde faktisch auflösen sollen. Diese drei Vereine sollen sich mit ihrem Mitgliederbestand und dem gesamten Vereinsvermögen dem TSV Wernau anschließen. Zu diesem Vorgehen sieht die TSV-Spitze keine Alternative.

 

Die TSV-Sportanlage auf dem Kehlenberg

Die Mitgliederbefragung der Wernauer Sportfreunde im Juni hat eine solche Alternative jedoch aufgezeigt. Mit einer Mehrheit von 100 Prozent wurde ein Votum zugunsten einer Fusion der vier Vereine erzielt. Bei der Wahl eines neutralen Namens für den neuen Großverein kann so die erforderliche Dreiviertel-Mehrheit für die Vereinsauflösung und Bildung eines neuen Vereins als gesichert gelten.

Aus Sicht der Wernauer Sportfreunde obliegt es nun der Vorstandschaft des TSV Wernau, ebenfalls seine Mitglieder zu befragen. So kann festgestellt werden, welche Alternativen zum Verschmelzungsvertrag die erforderliche Mehrheit in einer Mitgliederversammlung des TSV für die von allen Wernauern favorisierte Fusion finden würde.

Mit der Vergabe der Ingenieurleistungen für die Erstellung des Bebauungsplans „Sportpark Neckartal“ hat die Stadt Wernau einen weiteren Schritt in Richtung Zukunft und Sportentwicklung Wernau gemacht. Die Wernauer Sportfreunde werden weiterhin ihren Teil dazu beitragen, diese Entwicklung voranzubringen und den neuen Großsportverein zu gründen.