Erika Masen entwirft Jubiläums-Logo

26.02.2023 | Allgemein, Clubhaus, Darts, Fitness + Spiel, Fußball, Kegeln, Sportabzeichen, Tennis, Tischtennis

Die 1. Mannschaft nach dem Abschlussspiel gegen Reichenbach II

Mit einer Niederlage gegen den VfB Reichenbach II haben die Wernauer Sportfreunde die Fußball-Saison in der Kreisliga B, Staffel 2, abgeschlossen. Allerdings gewann der WSF auch einen Preis.

Der WSF schoss gegen Reichenbach drei Tore. Beim ersten wurstelte Enes Sabotic den Ball aus spitzem Winkel ins Netz. Die Vorlage hatte Pino Caliendo geliefert. Danach machte WSF-Torjäger Oli Plescher mit seinem zwölften Saisontreffer das Dutzend voll. Nach einem weiten Abstoß von Pino verlängerte der gegnerische Innenverteidiger den Ball unfreiwillig mit dem Kopf. Oli nahm die Vorlage dankend an und  hämmerte den Ball aus elf Metern per Direktabnahme ins lange Eck.

Beim dritten Tor kam wieder Enes Sabotic zum Zug. Andrii Tabatadze blockte am gegnerischen Strafraum einen Ball, worauf Oli Plescher die Kugel über die Abwehr hinweg zu Enes schlenzte. Im zweiten Versuch schaffte es Enes, den Ball im Tor unterzubringen.

Übrigens haben die Sportfreunde in ihrer Liga den Fairness-Pokal gewonnen. Die ganze Saison gab es gegen den WSF keinen einzigen Feldverweis. Staffelleiter Armin Sigler will den Wernauern noch eine kleine Anerkennung überreichen.

Diese Verbindung ist einzigartig. Als 1970 der Turnverein und die Sportvereinigung zu den Wernauer Sportfreunden fusionierten, wurde ein neues Vereinswappen gesucht. Entworfen wurde das Wappen (weißer WSF-Schriftzug auf grün-roter Umrandung) von der damals 21-jährigen Grafikerin Erika Masen, die damals noch ihren Geburtsnamen Kremer trug.

Erika, Spitzname „Egga“, wurde 1949 im alten Wernauer Rathaus geboren. Ihre donauschwäbischen Eltern hatten nach dem Krieg die Heimat verlassen müssen und waren im Dachgeschoss einquartiert worden. Im Jahr 1970, als das Wappen entstand, waren Eggas Brüder Erich, Horst und Heinz Kremer schon feste Größen bei den WSF-Fußballern.

Egga erinnert sich: „Mein Bruder Horst ist großer HSV-Fan. Er wünschte sich, dass das WSF-Wappen möglichst gleich aussehen soll.“ Diesen Wunsch erfüllte sie ihm zwar nicht, dennoch blieb der Appell nicht folgenlos. Denn Egga gestaltete wie beim HSV-Wappen ein Quadrat, das auf der Spitze steht.

Auch zum 100-jährigen Bestehen der WSF im Jahr 1998 entwarf Egga das Jubiläumslogo, nun hat die 73-Jährige wieder zu Bleistift und Computermaus gegriffen. Sie kreierte für das 125-jährige Vereinsjubiläum fünf verschiedene Motive, ein Gremium musste nur noch eins aussuchen. Die Wahl fiel auf das Motiv mit dem Vereinswappen, verziert mit gold-schwarzen Ähren und dem Schriftzug „125 Jahre“.

Liebe Egga, danke für dein ehrenamtliches Engagement und deine 53-jährige Verbundenheit zum Verein.