Die Pflege des Wernauer Stadions erfordert hohen Aufwand

Dieses Jahr haben die Wernauer Sportfreunde im Stadion schon rund 50 Leute angetroffen, die keinerlei Zutrittsrecht zu der Sportanlage haben. Die Dunkelziffer dürfte zehnmal höher sein. Aus diesem Grund möchte der Verein einem weitverbreiteten Irrglauben entgegentreten.

Es ist nicht erlaubt, übers Tor oder den Zaun zu steigen und sich auf der Laufbahn, dem Rasen oder dem Beachvolleyballfeld auszutoben. Es ist auch nicht erlaubt, bei geöffnetem Tor einfach hineinzuspazieren und alles zu nutzen, was die Mitglieder der Wernauer Sportfreunde mit großem ehrenamtlichen Engagement unterhalten, pflegen, reparieren, modernisiereren und sauberhalten.

Das Stadion ist zwar im Eigentum der Stadt Wernau, allerdings wurde es bis zum Jahr 2032 an die Wernauer Sportfreunde verpachtet – aus gutem Grund. Allein beim Umbau 2008 in einen familienfreundlichen Sportpark hat der WSF einen sechsstelligen Betrag vom eigenen Konto beigesteuert und mit 5000 Arbeitsstunden die Erneuerung unterstützt.

Die Wernauer Sportfreunde freuen sich über jeden, der die schöne Sportstätte im Neckartal nutzen möchte. Wer dies jedoch außerhalb von Sportveranstaltungen tun möchte, muss Vereinsmitglied sein. Darüber hinaus können Gruppen oder andere Vereine das Stadion gegen Gebühr nutzen. Die kostenlose Nutzung ist allein Schulen und Kindergärten vorbehalten.

Die Kegler der Wernauer Sportfreunde dürfen nach rund zehn Jahren wieder einen großen Erfolg feiern. Sie haben im Bezirk Mittlerer Neckar in der Bezirksklasse A Süd die Meisterschaft geholt.

Schon vor dem letzten Spiel gegen den SV Mettingen III war Wernau der Titel nicht zu nehmen. Dennoch gingen die Sportfreunde konzentriert ans Werk und siegten 5:1. Alle vier WSF-Kegler zeigten solide Leistungen. Klaus Thon spielte mit 494 Holz am besten, dicht gefolgt von Manfred Schönberger (486) und Michael Thon (485). Uwe Thum warf 462 Kegel um.

Wernau holte die Meisterschaft mit 18:2 Punkten mit großem Abstand vor Sindelfingen VI (12:8) und Mettingen III (11:9). Die Tabelle wird komplettiert von Denkendorf II (10:10), Stuttgart-Kaltental (7:13) und Sindelfingen VII (2:18).

Trotz Meisterschaft ist ein Aufstieg nicht möglich. In der Bezirksklasse A wird mit gemischten Vierer-Mannschaften gespielt, eine höhere Liga ist für diese Konstellation nicht vorgesehen. Normalerweise gehen beim Sportkegeln Sechser-Teams an den Start. Wegen Personalmangels reichte es in den letzten beiden Jahren beim WSF aber nur für eine Vierer-Mannschaft.