Alwin Köder seit 70 Jahren Mitglied

02.05.2022 | Allgemein, Clubhaus, Fußball

Alwin Köder ist der Kleine in der oberen Reihe. 1966 holte er die Meisterschaft in der A-Klasse.

Alle nennen ihn nur „Poldi“. Seit 70 Jahren ist Alwin Köder Mitglied bei den Wernauer Sportfreunden.

So großen sportlichen Erfolg wie er hatten nur wenige WSF-Mitglieder. Poldi begann als Achtjähriger beim WSF-Vorläufer Sportvereinigung Wernau mit dem Fußballspielen, allerdings gab es damals noch keine E-Jugend. Das Talent des kleinen Mannes war aber derart ausgeprägt, dass er mit vier Jahre älteren Jugendlichen in der C-Jugend mithalten konnte.

Technisch stark, wendig und schnell: Poldi kompensierte seine überschaubare Körpergröße mit fußballerischen Qualitäten, die ihn nach der Jugend direkt in die erste Mannschaft führten. Dort ging er in der A-Klasse auf Torejagd, Krönung war die Meisterschaft 1966 mit dem Aufstieg in die 2. Amateurliga. Sie entspricht heute der Regionalliga. Legendär ist Poldis Auftritt bei einem Verbandsspiel in Neu-Ulm, als er drei Minuten vor Schluss eingewechselt wurde. „Das lohnt sich nicht mehr“, sagte der Schiedsrichter zu ihm – und wurde eines Besseren belehrt. Nach einer Ecke hämmerte Poldi aus praktisch unmöglichem Winkel den Ball zum 3:0 für Wernau ins obere Toreck.

Darauf angesprochen erklärt Poldi noch heute jedem knitz: „Wo einst der Neu-Ulmer Fußballplatz zu finden war, steht heute ein Wohngebiet. Das Tor mussten sie aber stehen lassen. Sie haben den Ball nicht mehr aus dem Dreieck rausbekommen.“

Die WSF wünschen ihrem Poldi weiterhin beste Gesundheit.

Die Kegler der Wernauer Sportfreunde dürfen nach rund zehn Jahren wieder einen großen Erfolg feiern. Sie haben im Bezirk Mittlerer Neckar in der Bezirksklasse A Süd die Meisterschaft geholt.

Schon vor dem letzten Spiel gegen den SV Mettingen III war Wernau der Titel nicht zu nehmen. Dennoch gingen die Sportfreunde konzentriert ans Werk und siegten 5:1. Alle vier WSF-Kegler zeigten solide Leistungen. Klaus Thon spielte mit 494 Holz am besten, dicht gefolgt von Manfred Schönberger (486) und Michael Thon (485). Uwe Thum warf 462 Kegel um.

Wernau holte die Meisterschaft mit 18:2 Punkten mit großem Abstand vor Sindelfingen VI (12:8) und Mettingen III (11:9). Die Tabelle wird komplettiert von Denkendorf II (10:10), Stuttgart-Kaltental (7:13) und Sindelfingen VII (2:18).

Trotz Meisterschaft ist ein Aufstieg nicht möglich. In der Bezirksklasse A wird mit gemischten Vierer-Mannschaften gespielt, eine höhere Liga ist für diese Konstellation nicht vorgesehen. Normalerweise gehen beim Sportkegeln Sechser-Teams an den Start. Wegen Personalmangels reichte es in den letzten beiden Jahren beim WSF aber nur für eine Vierer-Mannschaft.